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Betriebliche Zusatzleistungen in einem attraktiven Lebensphasenmodell bündeln

Ein Post von Thomas Zilles

Fachkräftemangel und Eintritt der Babyboomer in die Rentenphase bringen viele Unternehmen in Bedrängnis. Neue, junge und gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, dauerhaft zu begeistern und langfristig zu binden ist eine der größten strategischen Herausforderungen, die Arbeitgeber jetzt kreativ lösen müssen, wenn sie zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben wollen.

In diesem Beitrag zeige ich auf, wie Anbieter und ihre Vertriebspartner ihre Firmenkunden mit einem attraktiven Lebensphasenmodell als Arbeitgeber stärken, einen überzeugenden Benefit für Arbeitnehmer schaffen und gleichzeitig ihr Kollektivgeschäft ausbauen.

Innovativ, effizient, nachhaltig: Betriebliche Zusatzleistungen in einem attraktiven Lebensphasenmodell bündeln – Mitarbeiter gewinnen und binden

Um Mitarbeiter dauerhaft für ein Unternehmen zu begeistern, bedarf es mehr als einzelner gut gemeinter Maßnahmen. Der Obstkorb in der Teeküche wird nicht ausreichen, um langfristig als attraktiver Arbeitgeber anerkannt zu werden.

Erforderlich ist vielmehr eine zukunftsfähige Ausrichtung, die auf einer kraftvollen, umfassenden und nachhaltigen Strategie fußt, die aus einem Guss – also durchgängig und einer konsequenten Linie folgend – geformt ist.

„Ein Lebensphasenmodell – bestehend aus einer betrieblichen Altersversorgung, einem Lebensarbeitszeitkonto sowie einer betrieblichen Kranken- und Pflegeversicherung – ist ein äußerst attraktiver und nachhaltiger Mix an Benefits, der Mitarbeiter in den verschiedenen Phasen ihres Lebens unterstützt.“

Vier Erfolgsfaktoren für Versicherer – ein Bündel an Benefits fürs Leben

Eine betriebliche Altersversorgung, im klassischen Sinne und isoliert betrachtet, kann zwar entscheidend zur Schließung einer Rentenlücke und finanziellen Absicherung im Alter beitragen, zielt jedoch auf einen sehr langen Zeithorizont ab. Junge Menschen erreicht ein solches Angebot auf emotionaler Ebene oftmals nicht vollständig oder gar nicht. Angebote mit zeitnahem Nutzen, die eine flexible Lebensplanung im Hier und Jetzt ermöglichen und schon in näherer Zukunft erfahrbar werden, erscheinen jungen Menschen realistischer und erreichbarer. Ein Lebensarbeitszeitkonto, das individuelle Auszeiten während des Berufslebens, zum Beispiel für ein Sabbatical, für Weiterbildung, die Pflege naher Angehöriger oder für einen vorgezogenen Ruhestand, ermöglicht, geht genau in diese Richtung.

Gesundheitsvorsorge, zusätzliche Leistungen im Krankheits- und Pflegefall sind weitere Benefits, die Mitarbeiter schon während ihres aktiven Berufslebens positiv erleben und zu schätzen wissen.

Mithilfe maßgeschneiderter moderner Konzepte und Produkte lassen sich Lebensphasenmodelle gestalten, die Mitarbeiter von Anfang an überzeugen, dauerhaft binden und zudem für Arbeitgeber wirtschaftlich umsetzbar sind. So geht nachhaltiges Personalmanagement und Recruiting.

Für Versicherer und Finanzdienstleister, die um Firmenkunden werben und weiterhin ihren Fokus auf Branchen-Versorgungswerke ausrichten, sind ein Produktportfolio und eine Beratung, welche diesem hohen Anspruch gerecht wird, von existentieller Bedeutung.

Die vier Säulen eines betrieblichen Lebensphasenmodells im Detail:

  • betriebliche Krankenversicherung (bKV)
  • betriebliche Pflegeversicherung (bPV)
  • Lebensarbeitszeitkonten (LAZ)
  • betriebliche Altersversorgung (bAV)
  1. Die betriebliche Krankenversicherung

Bei der bKV handelt es sich um eine Gruppenversicherung, die der Arbeitgeber entweder für die gesamte Belegschaft oder für einen definierten Personenkreis innerhalb seiner Arbeitnehmer abschließt. Die bKV stellt damit eine Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung dar. Sie ist u. a. geeignet, Lücken zu schließen, die durch Kürzungen aufgrund der Gesundheitsreform entstanden sind.

Durch medizinische Vorsorge- und Zusatzleistungen, die für eine größere Zufriedenheit bei den Mitarbeitern sorgen, gelingt es zudem, krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren – davon profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen.

Arbeitgeber und Produktanbieter können je nach Budgethöhe ein bestimmtes Gesundheitspaket vereinbaren. Hier sind verschiedene Budgetmodelle vorstellbar, die eine flexible Gestaltung der jährlichen abrufbaren individuellen Leistung für die Mitarbeiter ermöglichen. Neben ausschließlich arbeitgeberfinanzierten Modellen, bei denen Einzahlungen innerhalb der gesetzlichen Freigrenzen steuer- und sozialabgabenfrei sind, sind auch Mischfinanzierungsmodelle mit Arbeitnehmer-Beteiligung an den Beitragsleistungen möglich.

2.  Die betriebliche Pflegeversicherung

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen oftmals nicht aus, um die anfallenden Kosten im Pflegefall zu decken. Dies führt zu gravierenden finanziellen Belastungen der Betroffenen. Eine betriebliche Pflegezusatzversicherung, die der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer abschließt, hilft, diese finanzielle Lücke im Pflegefall zu mildern.

Eine Vorreiter-Rolle nehmen hier tarifvertragliche Lösungen ein. Unabhängig davon bieten auch einzelne Unternehmen ihren Mitarbeitern bereits eine betriebliche Pflegezusatzversicherung an.

Auch bei dieser Zusatzleistung kann zwischen zwei unterschiedlichen Modellen gewählt werden:

  • Es können finanzielle Leistungen für den Fall vereinbart werden, dass der Mitarbeiter selbst zum Pflegefall wird und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss.
  • Ein anderes Modell sieht vor, dass ein monatliches Pflegebudget vereinbart wird, das ausgezahlt wird, wenn ein Mitarbeiter sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmert.

Beiträge, die der Arbeitgeber für die betriebliche Pflegezusatzversicherung übernimmt, sind im Rahmen der Sachbezugsgrenze steuer- und abgabenfrei.

3.   Das Lebensarbeitszeitkonto

Der Zweck eines Lebensarbeitszeitkontos besteht darin, für den Arbeitgeber ein sogenanntes Wertkonto aufzubauen, auf dem insolvenzgeschütztes Wertguthaben gebildet wird. Aus diesem Wertguthaben können dann spätere Freistellungsphasen des Arbeitnehmers finanziert werden. Kennzeichnend für eine Freistellungsphase (Mitarbeiter sprechen gerne von einer Auszeit) ist, dass der Arbeitnehmer von der Arbeitsleistung freigestellt ist, das Arbeitsverhältnis jedoch arbeitsrechtlich und sozialversicherungsrechtlich bestehen bleibt.

Welche Freistellungsmöglichkeiten ermöglicht werden sollen, kann unternehmensindividuell oder tarifvertraglich nach entsprechenden Modellparametern bestimmt werden. Neben zwischenzeitlichen Freistellungsphasen, zum Beispiel für Sabbaticals, Pflegezeiten, verlängerte Elternzeiten oder Weiterbildungen, sind auch Freistellungsphasen, die unmittelbar vor dem Rentenbeginn liegen, möglich.

Die Optionen zur Dotierung der Wertkonten sind vielfältig. Beispiele für Einbringungsmöglichkeiten sind:

  • Arbeitgeberzuschüsse
  • in Geld bewertete Überstunden
  • nicht genommene Urlaubstage, sofern diese aus Urlaub resultieren, der über den gesetzlich definierten Mindesturlaub hinaus gewährt wird
  • Weihnachts- und Urlaubsgelder, die in Wertguthaben umgewandelt werden
  • Tantiemen

Hier sind Produktanbieter und Berater gefragt.

Damit das Lebensarbeitszeitkonto funktioniert und das Wertguthaben gut anlegt und sicher ist, suchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterstützung bei

  • der Gestaltung einer entsprechenden Vereinbarung,
  • bei der Auswahl einer sicheren Kapitalanlage mit guter Wertentwicklung und
  • bei der Einrichtung eines sicheren Insolvenzschutzmodells.

4.   Die betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung ist eine der zentralen Säulen der Altersvorsorge. Sie zielt auf den Renteneintritt ab, also innerhalb des Lebensphasenmodells auf die Zeit nach dem aktiven Arbeitsleben. Mit ihren fünf Durchführungswegen gilt sie als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung und leistet einen Beitrag zur Reduzierung der persönlichen Rentenlücke. Die Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos und die Hinterbliebenenversorgung im Falle eines frühen Ablebens können wahlweise als Bestandteile der bAV vereinbart werden. Diese beiden Komponenten entfalten ihren Nutzen gegebenenfalls bereits vor einem geplanten Eintritt in den Ruhestand.

Die bAV kann sowohl durch Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers oder arbeitgeberfinanziert durchgeführt werden. Auch Mischformen dieser Finanzierungsarten sind möglich. Dabei sollte der arbeitgeberfinanzierte Anteil im besten Fall über dem vorgeschriebenen Zuschuss liegen, wenn das Unternehmen seinen Mitarbeitern etwas Besonderes bieten möchte. Nur ein attraktives Rentenmodell bindet Mitarbeiter langfristig.

Durchführungswege der bAV

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Pensionszusage (ggf. mit Rückdeckungsversicherung)
  • Unterstützungskasse

Um den passenden bAV-Durchführungsweg für ein Unternehmen auszuwählen und einzurichten, ist eine umfassende Analyse und Beratung notwendig. Dabei sind neben der Entscheidung über die Finanzierung der Beiträge auch arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. Auch potenzielle Haftungsrisiken des Arbeitgebers sollten bewertet und ggf. eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken angestrebt werden.

Unser Angebot und Highlight für Versicherer und ihre Vertriebspartner:

Workshop „Erfolgsfaktoren für Versicherer im bAV-Markt“

Ihr Nutzen

  • Sie lernen Best-Practice-Ansätze für die zielgruppengerechte Auswahl der Zusagearten und Durchführungswege der bAV kennen und können fundierte und maßgeschneiderte Umsetzungsempfehlungen je nach Art und Größe der zu beratenden Unternehmen ableiten.
  • Sie betrachten detailliert die Funktionsweise, rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsoptionen von Lebensarbeitszeitkonten und sind in der Lage, unternehmensindividuelle Umsetzungsmöglichkeiten zu empfehlen.
  • Sie profitieren von einer vertiefenden Analyse der Vorteile und den Gestaltungsoptionen der betrieblichen KV und PV.
  • Sie erhalten Impulse für Ihre Vertriebsstrategie auf der Basis der vorgestellten Bausteine und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten und sind fähig, Beratungsansätze für ein betriebliches Lebensphasenmodell aus einem Guss zu entwickeln.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungsbranche (Versicherungsunternehmen, Maklerunternehmen, Assekuradeure), die in den Bereichen Vertrieb, Vertriebsorganisation, Vertriebsstrategie, Vertriebsmanagement, Qualitätsmanagement, Weiterbildung, Kundenmanagement, Customer Care Center Management, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit tätig sind.

Sie haben Fragen zum betrieblichen Lebensphasenmodell und möchten sich kostenfrei und für Sie völlig unverbindlich informieren, dann sind wir für Sie da.

Thomas Zilles

Leiter Geschäftsfeld

Vertrieb & Organisation - Kollektivgeschäft

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