Am 05. März 2013 wurde in einer weiteren Projektsitzung an den Normen für die "Marktprozesse geförderte Altersvorsorge" gearbeitet. Im Teilprojekt Riester standen folgende Themen im Mittelpunkt:
Partnerrollen
Der Förderprozess im Riester-Zulageverfahren erzeugt verschiedene fachliche Rollen des Partners in Abhängigkeit von seinem Status. So wurden neben dem Thema "Zulage- und Kindergeldberechtigung" auch die (Partner-)Rollen "Ehegatte" und "Kinder" diskutiert, die im Rahmen der Förderprozesse fachlich zu berücksichtigen sind. Dabei gilt es insbesondere, die Ereignisse und Veränderungen in den Zeiträumen genau zu betrachten – wie z. B. im Beitragsjahr 2011 ist der Ehegatte mittelbar zulageberechtigt, im Beitragsjahr 2012 wird die Ehe geschieden und es besteht keine Zulageberechtigung mehr.
Diese Daten müssen jedoch alle mit dem heutigen Zulage-Antragsdatum - für die vergangenen Beitragsjahre - eingereicht werden.
Life-Cycle
Der Life-Cycle eines Riestervertrages wird direkt durch den Life-Cycle des Zulageberechtigten und dessen Familie beeinflusst. Jede Änderung kann Auswirkungen auf die Förderung haben.
Im Rahmen der Vorbereitungen des Projektes und der vielen Gespräche mit den Anbietern und den Vertrieben wurde immer wieder über den zusätzlichen Aufwand für die Abarbeitung von Störfällen berichtet.
Gerade aus dem Grund ist es von enormer Bedeutung, die Störfälle erst gar nicht entstehen zu lassen. Der Berater soll direkt beim Auftreten eines Ereignisses im Maklerverwaltungssystem oder in der daran angeschlossenen Beratungs-software auf die Veränderung aufmerksam gemacht werden. Hier sind z.B. beim Umzug des Zulageberechtigten die Fragen zu stellen, ob sich auch das zuständige Finanzamt und die Kindergeldstelle ändern. Während des Projekttages wurden die Auslöser für den Consumer (z. B. Maklerverwaltungssoftwarehersteller) besprochen und welche zukünftige BiPRO-Schnittstelle für die Förderberatungsergebnisse genutzt werden könnte.
Tarifierung, Angebot und Antrag
Zunächst wurden die bereits vorbesprochenen Geschäftsvorfälle – die im Rahmen der Fördertabelle für das Neugeschäft erkannt wurden - besprochen und explizit der BiPRO-Normeneinteilung Tarifierung, Angebot und Antrag zugeordnet. Andere Geschäftsvorfälle wurden z.B. den neuen Normen zur Förderbearbeitung zugeordnet.
Zum Schluss der Projektsitzung wurde ein Brainstorming zu den benötigten Daten für die Neugeschäftsprozesse Tarifierung, Angebot und Antrag anbieterübergreifende durchgeführt.


